PSOAS – einer unserer vitalsten Muskeln

psoas

Fakten: Der Psoas ist der tiefste Muskel unseres Körpers und die einzige Verbindung zwischen der Wirbelsäule und den Beinen. Er beeinflusst somit unsere Körperhaltung, Beweglichkeit, Balance und sogar auch die Organfunktionen. Ein flexibler und starker Psoas ist die Basis eines gesunden, stabilen Rumpfes und körperlichen Wohlbefindens. Durch Bindegewebe mit dem Zwerchfell verbunden, beeinflusst er auch unsere Atmung.

Nerven- und Hormonsystem: Über den obersten Halswirbel ist der Psoas mit unserem „Reptilienhirn“ der Amygdala verbunden, das den „Kampf-Flucht-Reflex“ in unserem Körper beeinflusst und uns in stressigen oder sogar gefährlichen Situationen mit Adrenalin und Dopamin versorgt. Die Folge: Der Psoas verspannt relativ schnell, da er auf Stress empfindlich reagiert.

Körperliche und mentale Auswirkungen und Symptome eines verkürzten Psoas:

– Müdigkeit und verringertes Konzentrationsvermögen – Rücken- und Kreuzschmerzen / Ischiasbeschwerden / Bandscheibenprobleme – geschwächtes Immunsystem – hormonelles Ungleichgewicht / erhöhter Cortisol-Spiegel / Muskeleiweiss-Abbau – Veränderung der Darmbeweglichkeit

Ursachen:

Der „natürliche Feind“ des Psoas – und auch im Allgemeinen – ist das übermässige, tägliche und stundenlange Sitzen. Hierbei verkürzen sich die Hüftbeuger (Iliopsoas) und der Psoas, innere Organe werden eingeengt, die Durchblutung verschlechtert und der Stoffwechsel gehemmt. Ebenso „schädlich“ – und meist unterschätzt – ist Stress… Denn emotionale Anspannung verstärkt den Muskeltonus und auch deren Verkürzung.

Therapie / Übungen:

Der erste Schritt zur Pflege eines gesunden Psoas ist es, unnötige Spannung und Stress abzubauen und Achtsamkeit für seinen Körper zu entwickeln. Entspannungsübungen und bewusste Auszeiten, mit z. B. Spaziergängen, sind dabei wertvolle Helfer.

Folgende Yoga-Übungen helfen auch dabei… 

– Baum – Vrksasana – Knie zur Brust – Apanassana – Drehsitz – Drdha Matsyendrasana – Heuschrecke – Shalabhasana

Übrigens: Bei einer Lomilomi-Massage kann der Psoas gezielt mitbehandelt werden...

Last but not least:  Möglichst viel spazieren und wandern gehen! Die Natur tut uns gut! Uuuuuuuund… Während dem wir gehen, massiert der Psoas die Wirbelsäule, Organe, Blutgefässe und Nerven des Rumpfes gleich mit. Dies wiederum lässt alle Körperflüssigkeiten viel besser durch unseren Körper fliessen und gibt uns zugleich ein Gefühl der Erdung und Zentrierung. (Bei chronischen Beschwerden sollte der Gang zum Arzt natürlich nicht ausser Acht gelassen werden)

Chinesische Weisheiten / Philosophie:

Im Taoismus wird der Psoas als Muskel der Seele benannt und gilt als Zentrum unserer Lebensenergie. Ein flexibler und starker Psoas ermöglicht es,  subtile Energien durch die Knochen, Muskeln, Nerven und Gelenke fliessen zu lassen

Fazit:

– Nur wenn alles im Gleichgewicht ist, kann der Psoas seine Funktion optimal ausführen, ohne dabei das Kreuz, Hüfte oder die Organe zu belasten! – Bewegung tut gut! Ein trainierter Psoas schützt den Rücken und die Organe. – Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen helfen uns, unseren Geist und Körper zu beruhigen und daraus Kraft zu schöpfen! – Erdung!!!